UMTS und LTE: Mobilfunk auf dem Vormarsch

UMTS und LTE sind die dritte und vierte mobile Internetgeneration. Die beiden Techniken verhalfen dem mobilen Internet erst so richtig zum Durchbruch: Flüssiges Surfen außerhalb des Hauses wurde möglich. Was die beiden Techniken voneinander unterscheidet und welche sich für wen eignet, lesen Sie hier.

Der Durchbruch des mobilen Internets

Noch einige Jahre nach der Jahrtausendwende war mobiles Internet auf Handys, Tablets und Notebooks nicht sonderlich weit verbreitet: Es war schlichtweg zu langsam. Mobiles Surfen machte keinen Spaß. Dies änderte sich, als 2004 erste UMTS-Sendemasten in Betrieb genommen wurden. Mit immerhin rund 380 Kilobit die Sekunde ließ sich mit dem Standard UMTS ohne Erweiterungen mobil surfen. Das war für viele passabel und so rollte der Trend zum mobilen Surfen an.

Mobiles Internet: Tarife für UMTS und LTE vergleichen!

Was kann UMTS?

Natürlich kennen wir heute ganz andere UMTS-Geschwindigkeiten. Das liegt daran, dass man diese Technik ständig weiterentwickelte und ausbaute. So sind mit der Erweiterung DC-HSPA 42 Megabit die Sekunde möglich. Es ist zwar nicht gesagt, dass man im UMTS-Netz überall diese Geschwindigkeiten erreicht, die Chancen, flüssig surfen zu können stehen jedoch nicht schlecht. Die meisten Nutzer des mobilen Internets setzen immer noch auf UMTS-Verträge. Manche, weil sie ihre Hardware nur den älteren Standard unterstützt, andere, weil ihnen die Geschwindigkeit genügt.

Was bietet LTE?

LTE ist der aktuell schnellste Weg, mobil ins Internet zu kommen. Bis zu 150 Megabit die Sekunde sind in gut ausgebauten Wohngebieten mit dem richtigen Tarif möglich – und vereinzelt noch mehr. Erstmalig ans Netz ging LTE in Deutschland im Jahr 2010. Seit dem ist das LTE-Netz immer dichter geworden. Wer heute einen LTE-Tarif abschließen möchte, kann zwischen verschiedenen Datenpaketen wählen, die sich durch Inklusivvolumen und Maximalgeschwindigkeit unterscheiden. Ist LTE nicht in der Gegend verfügbar, empfängt man automatisch UMTS bzw. HSPA.

MP3UMTS reicht für viele Anwendungen aus - wer aber so richtig schnell durch Netz düsen will, der setzt auf LTE!© olly / Fotolia.com

Für wen lohnt sich LTE?

Ob man sich besser für einen LTE- oder UMTS-Tarif entscheiden sollte, hängt maßgeblich davon ab, wie oft man das mobile Internet wofür nutzen möchte. LTE ist besonders für diejenigen interessant, die in ihrer Umgebung keinen schnellen UMTS-Empfang haben oder besonders viele multimediale Inhalte unterwegs abrufen.

LTE muss nicht teurer als UMTS sein

Ein Irrglaube, der sich vehement hält, ist dass LTE signifikant teurer als UMTS sein muss. Zu Anfangszeiten von LTE traf dies durchaus zu, heute sieht dies jedoch anders aus. Wer einen guten Vergleich durchführt, der kann LTE zu etwa zum gleichen Preis wie HSPA erhalten. Wenignutzer, die mit einem kleinen Tarifpaket oder einem minutenbasierten Prepaid-Angebot auskommen, müssen sich aber teilweise noch mit deutlich geringeren Geschwindigkeiten zufriedengeben.